Kita-Handbuch

Corona

Vorgehen bei einem Infektionsfall:

Handlungsleitfaden zur Vorbereitung auf einen Infektionsfall

Bei einem Infektionsfall in der Kita gibt es keinen pauschalen Weg, der eingeschlagen wird. Da die Gesundheitsämter aktuell stark überlastet sind und häufig erst spät oder gar nicht auf die Meldungen aus den Kitas reagieren, wollen wir mit diesem Leitfaden sicherstellen, dass ihr selbst handlungs- und entscheidungsfähig bleibt.
Die Infektionslage hat sich in den letzten Wochen verändert. Wir haben für euch zusammengefasst, was aktuell bei einem In fektionsfall zu tun ist:

  1. Informiere dein zuständiges Gesundheitsamt über das dafür eingerichtete Kita-Postfach, sobald du von einem positiv bestätigtes PCR-Ergebnis weißt, am selben Tag. Ihr meldet jeden bestätigten Infektionsfall über die Mailadresse.
    Altona Corona-Kita@altona.hamburg.de
    Bergedorf Corona-Kita@bergedorf.hamburg.de
    Eimsbüttel Corona-Kita@eimsbuettel.hamburg.de
    Hamburg-Mitte Corona-Kita@hamburg-mitte.hamburg.de
    Hamburg-Nord Corona-Kita@hamburg-nord.hamburg.de
    Harburg Corona-Kita@harburg.hamburg.de
    Wandsbek Corona-Kita@wandsbek.hamburg.de

  2. Informiere die Sozialbehörde am gleichen Tag bei bekanntwerden der Infektion über die Online-Abfrage der Sozialbehörde. . Dies muss umgehend geschehen, nicht erst mit der regulären Meldung am Mittwoch. Hier trägst mit einem Antigen-Test einer anerkannten Teststelle bestätigte Fälle ein von Kindern und Beschäftigten ein.

  3. Informiere deine Mitarbeiter/innen und Familien über den positiven Test in der Kita.

(zuletzt geändert am 13.06.2022)

Formulare

Bescheinigung zur Beantragung von Kinderkrankengeld
Kontaktliste zur Nachverfolgung für Kitas
Ausfüllhilfe für die Tabelle zur Nachverfolgung

Allgemeine Informationen:

Selbsttests innerhalb der Kita

Alle Beschäftigten sollen sich dreimal pro Woche in der Einrichtung selber testen. Hinzu kommen die verpflichtenden Tests für Ungeimpfte.
Jeden Mittwoch muss die Anzahl der durchgeführten Tests über die bestehende wöchentliche Kita-Online-Meldung der Sozialbehörde mitgeteilt werden.

Die Sozialbehörde stellt zusätzlich Selbsttests zum Nasenabstrich für Kinder aus dem Krippen- als auch dem Elementarbereich zur Verfügung. Die Berücksichtigung der Eltern findet in der Testlieferung ab KW 16 nicht mehr statt.

(zuletzt geändert am 19.04.2022)

Krankheitssymptome

Die Kita darf bei folgenden Krankheitssymptome nicht betreten werden, bzw. muss bei Auftreten der Symptome unverzüglich verlassen werden:

  • Fieber (ab 38 Grad Körpertemperatur)
  • Halsschmerzen und/oder neu auftretender Husten
  • Magen-Darmbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • kein Geruchs-/Geschmackssinn
  • akute Atembeschwerden

(zuletzt geändert am 19.04.2022)

Grundlagen

Umgang mit Krankheits- bzw. Erkältungssymptomen bei Kindern in der Kindertagesbetreuung

Die Infografik ist in den Sprachen arabisch, englisch, farsi, französisch, polnisch, russisch, spanisch und türkisch verfügbar.

Kita-Alltag:

Anweisenheitsdokumentation

Die Pflicht zur Anwesenheitsdokumentation entfällt mit den neuen Handlungsempfehlungen vom 06.05.2022 vollständig.

(zuletzt geändert am 16.05.2022)

Externe

Bei dem Besuch Externer in der Kita ist weiterhin Vorsicht geboten, es gelten jedoch keine Einschränkungen. Masken sind zudem nicht vorgeschrieben.

(zuletzt geändert am 10.06.2022)

Fortbildungen

Fortbildungen sind unter den geltenden Hygienebestimmungen wieder möglich.

(zuletzt geändert am 19.04.2022)

Ausflüge und Feste

Tagesausflüge in die nähere Umgebung und zu Spielplätzen sind grundsätzlich möglich.
Seit der neuen Eindämmungsverordnung dürfen auch Ausflüge mit Übernachtungen sowie gruppenübergreifende Feste wieder unter den aktuellen Veranstaltungsregeln stattfinden.

(zuletzt geändert am 19.04.2022)

Auszubildende und Praktikant:innen

Auszubildenden, die sich in der schulischen Ausbildung zur/zum SPA oder Erzieher:in befinden, sollen die regulären Praktika in den Kitas ermöglicht werden, damit sie ihre Ausbildung absolvieren können. Sie werden wie interne Mitarbeiter:innen behandelt.

(Stand 19.04.2022)

Elternarbeit

Die Elternarbeit soll grundsätzlich weiterhin stattfinden!

Entwicklungsgespräche
Entwicklungsgespräche sind mit Mindestabstand und medizinischer Maske oder telefonisch möglich.

Elternabende
Elternabende sind unter den geltenden Hygienemaßnahmen wieder möglich. Sofern diese in der Kita nicht umsetzbar sind, können weiterhin auch digitale Alternativen angeboten werden.

(Stand vom 19.04.2022)

Finanzierung:

Lohnerstattung nach Infektionsschutzgesetz

Im Fall einer angeordneten Quarantäne von Arbeitnehmer:innen kann eine Lohnerstattung nach §56 des Infektionsschutzgesetzes beantragt werden.

Die Beantragung erfolgt über ein Serviceportal der Stadt für jede:n Arbeitnehmer:in einzeln und muss durch den/die Arbeitgeber:in durchgeführt werden. Ein Antrag ist bis spätestens 12 Monate nach der angeordneten Quarantäne möglich. Zur Vereinfachung kann im Serviceportal eine Firmenregistrierung erfolgen, über das auch zukünftige Anträge gestellt werden können.

Eine Erstattung ist ausgeschlossen, wenn die Quarantäne aufgrund einer Reise in ein Risikogebiet gilt. Ein solches Risiko geht zu Lasten der jeweiligen Person und eine Regelung zum Umgang in Bezug auf die Lohnfortzahlung muss individuell getroffen werden. In einem solchen Fall steht Kindermitte dir gerne beratend zur Seite.

Hier findest du Fragen und Antworten zu dem Verfahren.

Hinweis: Bevor du einen Antrag stellst, kontaktiere bitte das Team von Kindermitte unter info@kindermitte.org, um die Anspruchsvoraussetzungen zu klären. Den Antrag kannst du danach direkt hier stellen.

(zuletzt geändert am 30.10.2020)

Kinderkrankengeld

Gesetzlich Versicherte haben gemäß §45 SGB V einen Anspruch auf Krankengeld bei Erkrankung des Kindes. Dieser umfasst jährlich 10 Arbeitstage pro Kind und Elternteil (jedoch höchstens 25), bei Alleinerziehenden 20 Arbeitstage pro Kind (jedoch höchstens 50). Bis zum 23. September 2022 haben Eltern auch Anspruch auf Kinderkrankentage bzw. das Kinderkrankengeld, wenn Kinder nicht akut erkrankt sind, jedoch durch eine coronabedingte Schließung der Betreuungseinrichtung Zuhause betreut werden müssen.

2023
Die bisherige Regelung aus dem Jahr 2022 wird auch 2023 fortgeführt. Der gilt:
Gesetzlich krankenversicherte Eltern haben im Jahr 2022 je Kind und Elternteil die Möglichkeit bis zu 30 Kinderkrankentage in Anspruch zu nehmen. Bei alleinerziehenden Eltern beläuft es sich auf bis zu 60 Kinderkrankentage pro Kind.
Dabei dürfen Elternpaare im Jahr bei mehreren Kindern eine Höchstgrenze von 65 Arbeitstagen je Elternteil, Alleinerziehende ein Kontingent von 130 Arbeitstagen nicht überschreiten.
Der Anspruch auf ein pandemiebedingtes Kinderkrankengeld besteht über den 23.9.2022 hinaus bis zum Ablauf des 7.4.2023.

2022
Gesetzlich krankenversicherte Eltern haben im Jahr 2022 je Kind und Elternteil die Möglichkeit bis zu 30 Kinderkrankentage in Anspruch zu nehmen. Bei alleinerziehenden Eltern beläuft es sich auf bis zu 60 Kinderkrankentage pro Kind.
Dabei dürfen Elternpaare im Jahr bei mehreren Kindern eine Höchstgrenze von 65 Arbeitstagen je Elternteil, Alleinerziehende ein Kontingent von 130 Arbeitstagen nicht überschreiten.

2021
2021 bekommen gesetzlich Versicherte pro Kind 20 zusätzliche Kinderkrankentage. Alleinerziehende erhalten 40 zusätzliche Tage pro Kind. Somit stehen pro Kind und Elternteil insgesamt 30 Tage zur Verfügung, bei Alleinerziehenden 60 Tage pro Kind. Die max. Anzahl liegt bei 65 Tagen pro Elternteil, bzw. 130 Tagen bei Alleinerziehenden.
Die Kinderkrankentage können auch beantragt werden, wenn die Kita des Kindes aufgrund einer behördlichen Anordnung geschlossen wurde oder eine Empfehlung ausgesprochen wurde, das Kind zuhause zu betreuen.
Die wichtigsten Informationen zu den zusätzlichen Kinderkrankentagen haben wir euch hier zusammengefasst.

2020
Durch den Bund-Länder-Beschluss vom 27.08.2020 wurde dieser Anspruch im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes für 2020 um 5 Tage je Kind und Elternteil, bzw. 10 Tage je Kind bei Alleinerziehenden erhöht. Somit haben gesetzlich Versicherte einen Kinderkrankengeldanspruch in Höhe von 15 Tagen je Elternteil und Kind (höchstens 30 Tage), bzw. 30 Tagen (höchstens 60 Tage) je Kind bei Alleinerziehenden.

(zuletzt geändert am 25.04.2022)

Grundlagen

FAQ Kinderkrankentage und Kinderkrankengeld vom BMFSFJ
§45 SGB V
Bund-Länder-Beschluss
FAQ Kinderkrankentage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Kinderbetreuung bei Einschränkungen im Schul- und Kitabetrieb