Kita-Handbuch

Corona

Vorgehen bei einem Infektionsfall:

Handlungsleitfaden zur Vorbereitung auf einen Infektionsfall

Bei einem Infektionsfall in der Kita gibt es keinen pauschalen Weg, der eingeschlagen wird. Die Sozialbehörde sieht eine vorübergehende Schließung der Kita als letzten Schritt, der nach Möglichkeit verhindert werden soll. So wird in Absprache mit dem Gesundheitsamt eine individuelle Lösung für die Kita abgestimmt.

Es gibt einen vorgegebenen Weg, welche Institutionen du von dem Infektionsfall in Kenntnis setzen musst:

  1. Informiere dein zuständiges Gesundheitsamt über das dafür eingerichtete Kita-Postfach. Danch wird sich das Gesundheitsamt bei dir melden mit dir die individuellen Maßnahmen für deine Kita abstimmen.
    Altona Corona-Kita@altona.hamburg.de
    Bergedorf Corona-Kita@bergedorf.hamburg.de
    Eimsbüttel Corona-Kita@eimsbuettel.hamburg.de
    Hamburg-Mitte Corona-Kita@hamburg-mitte.hamburg.de
    Hamburg-Nord Corona-Kita@hamburg-nord.hamburg.de
    Harburg Corona-Kita@harburg.hamburg.de
    Wandsbek Corona-Kita@wandsbek.hamburg.de

  2. Informiere die Kita-Aufsicht der Sozialbehörde über das Online-Tool der Sozialbehörde. Dies muss sofort geschehen, nicht erst mit der regulären Meldung am Mittwoch.

  3. Informiere deine Mitarbeiter/innen und Familien über die individuellen Maßnahmen des Gesundheitsamtes für die Kita.

Da jeder Infekktionsfall individuell zu betrachten ist, kann kein einheitliches Vorgehen benannt werden. Es gibt jedoch mehrere Aspekte, die die Gesundheitsämter beachten. Geimpfte und Genesene werden in der Regel nicht unter Quarantäne gestellt, so lange sie keine Symptome aufweisen. Quarantänen werden auch mit Kindern mit Vorsicht ausgespochen, sodass Teil- und Gesamt-Schließungen vermieden werden sollen. Die Quarantäne wird meist für engere Kontaktpersonen ausgesprochen. Was das für euch im Einzelfall bedeutet, muss immer das jeweilige Gesundheitsamt entscheiden.

(zuletzt geändert am 15.10.2021)

Allgemeine Informationen:

Selbsttests innerhalb der Kita

Alle Beschäftigten sollen sich dreimal pro Woche in der Einrichtung selber testen. Für vollständig Geimpfte wird eine wöchentliche Testung empfohlen. Die Testungen werden von einer:m Testverantwortliche:n begleitet und dokumentiert.
Jeden Mittwoch muss die Anzahl der durchgeführten Tests über die bestehende wöchentliche Kita-Online-Meldung der Sozialbehörde mitgeteilt werden.

Die Sozialbehörde stellt zusätzlich Selbsttests für Kinder ab 3 Jahren zur Verfügung.

Ab dem 11.10.2021 dürfen Arbeitgeber keine Testbescheinigungen über negative Ergebnisse ausstellen. Ab diesem Zeitpunkt können Test-Bescheinigungen nur noch durch medizinische Einrichtungen (Hausärzte, Apotheken) ausgestellt werden und sind kostenpflichtig.

(zuletzt geändert am 05.10.2021)

Krankheitssymptome

Die Kita darf bei folgenden Krankheitssymptome nicht betreten werden, bzw. muss bei Auftreten der Symptome unverzüglich verlassen werden:

  • Fieber (ab 38 Grad Körpertemperatur)
  • Halsschmerzen und/oder neu auftretender Husten
  • Magen-Darmbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • kein Geruchs-/Geschmackssinn
  • akute Atembeschwerden

Die Kita darf erst wieder betreten werden, wenn die Person (Fachkraft, Kind) 48 Stunden symptomfrei und in gutem Allgemeinzustand ist.

(zuletzt geändert am 05.07.2021)

Grundlagen

Umgang mit Krankheits- bzw. Erkältungssymptomen bei Kindern in der Kindertagesbetreuung und Grundschulen

Die Infografik ist in den Sprachen arabisch, englisch, farsi, französisch, polnisch, russisch, spanisch und türkisch verfügbar.

Reiserückkehrer:innen

Reiserückkehrer:innen, welche aus Gebieten zurückkehren, die innerhalb der letzten 10 Tage vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet ausgewiesen wurden, müssen ihre Einreise melden und sich in häusliche Quarantäne begeben.

Gemäß der aktuellen Verordnung ist ein Test unmittelbar nach Einreise oder bis zu 48 Stunden vor Einreise verpflichtend. Die Kosten dafür sind selber zu tragen.

Quarantänepflicht
Einreisende aus Risikogebieten müssen nicht in häusliche Quarantäne, wenn diese vollständig geimpft oder genesen sind oder ein negatives Testergebnis vorlegen können.
Einreisende aus Hochinzidenzgebieten können 5 Tage nach Einreise durch einen negativen Test die Quarantäne verkürzen. Geimpfte und Genesen müssen sich nicht absondern.
Einreisende aus Virusvariantengebieten müssen 14 Tage in häusliche Quarantäne. Eine Verkürzung ist nicht möglich.

Kinder für die behördlich Quarantäne angeordnet wurde, dürfen die Kita nicht betreten.

Die ausgewiesenen Risikogebiete werden regelmäßig vom Robert-Koch-Institut aktualisiert und sollten dementsprechend regelmäßig überprüft werden. Die aktuellsten Informationen findest du im FAQ Reisen der Stadt Hamburg.

(zuletzt geändert am 05.10.2021)

Grundlagen

Risikogebiete
Staaten, aus denen ärztliche Zeugnisse akzeptiert werden

Kita-Alltag:

Anweisenheitsdokumentation

Zur Vorbereitung auf einen Infektionsfall in der Kita und eine schnelle Nachverfolgung möglicher Infektionsketten ist es wichtig, dass du täglich die Anwesenheiten der Personen, die die Kita betreten haben, führst.

(zuletzt geändert am 26.08.2020)

Externe

Die Anzahl Externer, die die Kita betreten, soll auf das möglichste Minimum reduziert werden. Externe Personen, wie Handwerker o.ä., sollten möglichst außerhalb der Öffnungszeiten kommen.

Weiterhin gilt: Externe, die die Kita betreten müssen, haben während ihres Aufenthaltes eine medizinische Maske zu tragen und auf ausreichende Abstände zu achten!

(zuletzt geändert am 05.07.2021)

Fortbildungen

Fortbildungen sind unter den geltenden Hygienebestimmungen wieder möglich. Da dahinter oft ein erheblicher Aufwand steckt, informiere dich bei den Veranstaltern, ob und unter welchen Voraussetzungen deine Fortbildungen stattfinden.

(zuletzt geändert am 26.08.2020)

Ausflüge und Feste

Tagesausflüge in die nähere Umgebung und zu Spielplätzen sind grundsätzlich möglich. Versucht dabei auf die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zu verzichten.

Ausflüge mit Übernachtungen dürfen wieder stattfinden.

Gruppenübergreifende Feste sind wieder möglich. Dabei sind die Anforderungen für Veranstaltungen gemäß der Eindämmungsverordnung zu beachten.

(zuletzt geändert am 05.07.2021)

Auszubildende und Praktikant:innen

Auszubildenden, die sich in der schulischen Ausbildung zur/zum SPA oder Erzieher:in befinden, sollen die regulären Praktika in den Kitas ermöglicht werden, damit sie ihre Ausbildung absolvieren können. Sie werden wie interne Mitarbeiter:innen behandelt.

(zuletzt geändert am 05.07.2021)

Elternarbeit

Die Elternarbeit soll grundsätzlich weiterhin stattfinden!

Entwicklungsgespräche
Entwicklungsgespräche sind mit Mindestabstand und medizinischer Maske oder telefonisch möglich.

Elternabende
Elternabende sind unter den geltenden Hygienemaßnahmen wieder möglich. Sofern diese in der Kita nicht umsetzbar sind, können weiterhin auch digitale Alternativen angeboten werden.

(zuletzt geändert am 05.07.2021)

Finanzierung:

Gutscheinweiterbewilligung bei Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit

Wenn Eltern in Kurzarbeit gehen mussten oder arbeitslos geworden sind oder werden, wird der gewohnte Gutscheinumfang für zwölf Monate weiterbewilligt.

Die Veränderung muss jedoch trotzdem der zuständigen Abteilung Kindertagesbetreuung im Bezirksamt gemeldet werden. Diese kann auch eine Neuberechnung des Familieneigenanteils durchführen, sodass Familien, deren Einkommenssituations sich verändert hat, einen geringen FEA tragen müssen.

Hinweis: Diese Regelung gilt unabhängig von Covid-19.

(zuletzt geändert am 26.08.2020)

Grundlagen

Fachanweisung Kindertagesbetreuung

Lohnerstattung nach Infektionsschutzgesetz

Im Fall einer angeordneten Quarantäne von Arbeitnehmer:innen kann eine Lohnerstattung nach §56 des Infektionsschutzgesetzes beantragt werden.

Die Beantragung erfolgt über ein Serviceportal der Stadt für jede:n Arbeitnehmer:in einzeln und muss durch den/die Arbeitgeber:in durchgeführt werden. Ein Antrag ist bis spätestens 12 Monate nach der angeordneten Quarantäne möglich. Zur Vereinfachung kann im Serviceportal eine Firmenregistrierung erfolgen, über das auch zukünftige Anträge gestellt werden können.

Eine Erstattung ist ausgeschlossen, wenn die Quarantäne aufgrund einer Reise in ein Risikogebiet gilt. Ein solches Risiko geht zu Lasten der jeweiligen Person und eine Regelung zum Umgang in Bezug auf die Lohnfortzahlung muss individuell getroffen werden. In einem solchen Fall steht Kindermitte dir gerne beratend zur Seite.

Hier findest du ein Merkblatt mit weiteren Fragen zu dem Verfahren.

Hinweis: Bevor du einen Antrag stellst, kontaktiere bitte das Team von Kindermitte unter info@kindermitte.org, um die Anspruchsvoraussetzungen zu klären. Den Antrag kannst du danach direkt hier stellen.

(zuletzt geändert am 30.10.2020)

Kinderkrankengeld

Gesetzlich Versicherte haben gemäß §45 SGB V einen Anspruch auf Krankengeld bei Erkrankung des Kindes. Dieser umfasst jährlich 10 Arbeitstage pro Kind und Elternteil (jedoch höchstens 25), bei Alleinerziehenden 20 Arbeitstage pro Kind (jedoch höchstens 50).

2021
2021 bekommen gesetzlich Versicherte pro Kind 20 zusätzliche Kinderkrankentage. Alleinerziehende erhalten 40 zusätzliche Tage pro Kind. Somit stehen pro Kind und Elternteil insgesamt 30 Tage zur Verfügung, bei Alleinerziehenden 60 Tage pro Kind. Die max. Anzahl liegt bei 65 Tagen pro Elternteil, bzw. 130 Tagen bei Alleinerziehenden.
Die Kinderkrankentage können auch beantragt werden, wenn die Kita des Kindes aufgrund einer behördlichen Anordnung geschlossen wurde oder eine Empfehlung ausgesprochen wurde, das Kind zuhause zu betreuen.
Die wichtigsten Informationen zu den zusätzlichen Kinderkrankentagen haben wir euch hier zusammengefasst.

2020
Durch den Bund-Länder-Beschluss vom 27.08.2020 wurde dieser Anspruch im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes für 2020 um 5 Tage je Kind und Elternteil, bzw. 10 Tage je Kind bei Alleinerziehenden erhöht. Somit haben gesetzlich Versicherte einen Kinderkrankengeldanspruch in Höhe von 15 Tagen je Elternteil und Kind (höchstens 30 Tage), bzw. 30 Tagen (höchstens 60 Tage) je Kind bei Alleinerziehenden.

(zuletzt geändert am 12.05.2021)

Grundlagen

§45 SGB V
Bund-Länder-Beschluss 27.08.2020
FAQ Kinderkrankentage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend