Kita-Handbuch

Corona

Vorgehen bei einem Infektionsfall:

Handlungsleitfaden zur Vorbereitung auf einen Infektionsfall

Bei einem Infektionsfall in der Kita gibt es keinen pauschalen Weg, der eingeschlagen wird. Die Sozialbehörde sieht eine vorübergehende Schließung der Kita als letzten Schritt, der nach Möglichkeit verhindert werden soll. So wird in Absprache mit dem Gesundheitsamt eine individuelle Lösung für die Kita abgestimmt.

Jedoch gibt es einen vorgegebenen Weg, welche Institutionen du von dem Infektionsfall in Kenntnis setzen muss:

  1. Informiere dein zuständiges Gesundheitsamt und stimme die individuellen Maßnahmen für deine Kita ab.
  2. Informiere die Kita-Aufsicht der Sozialbehörde über das Online-Tool der Sozialbehörde.
  3. Informiere deine Mitarbeiter/innen und Familien über die individuellen Maßnahmen für die Kita.

Durch die individuellen Wege für Kitas ist es schwierig, sich auf einen Infektionsfall und dessen Auswirkungen vorzubereiten. Wir haben für dich einen Handlungsleitfaden erstellt, der die wichtigsten Schritte der Vorbereitung und das Vorgehen bei einem Infektionsfall enthält. Außerdem bietet er dir Platz, dir mit Hilfe einiger Leitfragen schon einmal Gedanken zu deinem individuellen Notfallplan zu machen.

(zuletzt geändert am 05.11.2020)

Grundlagen

Handlungsleitfaden zur Vorbereitung auf einen Covid-19 Fall in der Kita (26.08.2020)

Allgemeine Informationen:

Impfung

Impfberechtigt sind alle Beschäftigte der Kindertageseinrichtung. Das umfasst alle, die während ihrer Tätigkeit Kontakt zu Kindern haben.
Die Impfung ist ab 18 Jahre und freiwillig. Die Terminbuchung erfolgt unter der 116 117 Hotline oder online unter www.impfterminservice.de.

Die Beschäftigten müssen zu ihrem Impftermin eine Arbeitgeberbescheinigung mitbringen.

(zuletzt geändert am 19.03.2021)

Selbsttests innerhalb der Kita

Alle Beschäftigten sollen sich dreimal pro Woche in der Einrichtung selber testen. Die Testungen werden von einer:m Testverantwortliche:n begleitet und dokumentiert.
Jeden Freitag muss die Anzahl der durchgeführten Tests über die bestehende tägliche Kita-Online-Meldung der Sozialbehörde mitgeteilt werden.

(zuletzt geändert am 19.03.2021)

Krankheitssymptome

Die Kita darf bei folgenden Krankheitssymptome nicht betreten werden, bzw. muss bei Auftreten der Symptome unverzüglich verlassen werden:

  • Fieber (ab 37,5 Grad Körpertemperatur)
  • Halsschmerzen und/oder Husten
  • Magen-Darmbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • kein Geruchs-/Geschmackssinn

Die Kita darf erst wieder betreten werden, wenn die Person (Fachkraft, Kind) 48 Stunden symptomfrei und in gutem Allgemeinzustand ist.

(zuletzt geändert am 19.03.2021)

Grundlagen

Umgang mit Krankheits- bzw. Erkältungssymptomen bei Kindern in der Kindertagesbetreuung und Grundschulen

Testanspruch in Hamburg

Alle Bürger:innen haben die Möglichkeit auf einen wöchentlichen, kostenlosen Antigen-Schnelltest. Die Testzentren sind dieser Karte zu entnehmen.

Kontaktpersonen 1. Grades
Kontaktpersonen 1. Grades haben im Rahmen der verfügbaren Testkapazitäten einen Anspruch auf eine kostenlose PCR-Testung, auch wenn sie keine Symptome aufweisen. Dies gilt natürlich auch für Kinder!
Die Testung ist nach telefonischer Anmeldung beim Hausarzt möglich. Alternativ kann ein Termin über den Terminservice der 116117 gebucht werden.
Achtung: Das Testzentrum am HBF wurde zum 15.01.2020 außer Betrieb genommen.

Die Testung von Kontaktpersonen, für die eine behördliche Quarantäne angeordnet wurde, kann die Quarantäne nicht verkürzen oder aufheben, jedoch für euch eine entscheidende Grundlage für weitere Handlungen sein. Informiert euer Team und eure Familien über diesen Anspruch!

(zuletzt geändert am 19.03.2021)

Grundlagen

Teststrategie Hamburg (15.10.2020)

Reiserückkehrer:innen

Reiserückkehrer:innen, welche aus Gebieten zurückkehren, die innerhalb der letzten 10 Tage vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet ausgewiesen wurden, müssen sich nach der Ankunft unverzüglich beim Gesundheitsamt melden und in häusliche Quarantäne begeben.

Gemäß der aktuellen Verordnung ist ein Test unmittelbar nach Einreise oder bis zu 48 Stunden vor Einreise verpflichtend. Die Kosten dafür sind selber zu tragen.
Ab dem 5. Tag nach Einreise kann ein weiterer PCR-Test gemacht werden, dessen negatives Ergebnis die 14-tägige Quarantäne vorzeitig aufheben kann.

Reiserückkehrer:innen aus Hochinzidenzgebieten oder Virusvarianten-Gebieten müssen bereits bei Einreise ein negatives Testergebnis vorlegen und können ihre 14-tägige Quarantäne nicht verkürzen!

Kinder für die behördlich Quarantäne angeordnet wurde, dürfen die Kita nicht betreten.

Die ausgewiesenen Risikogebiete werden regelmäßig vom Robert-Koch-Institut aktualisiert und sollten dementsprechend regelmäßig überprüft werden.

(zuletzt geändert am 19.03.2021)

Grundlagen

Risikogebiete
Staaten, aus denen ärztliche Zeugnisse akzeptiert werden

Fast Track:

Wer darf zur Testung angemeldet werden?

In Hamburg gibt es das Fast Track Verfahren, bei dem sich symptomfreies Kita-Personal auf persönlichen Wunsch kostenlos auf Covid-19 testen lassen kann. Es handelt sich also um ein Angebot und niemand ist verpflichtet daran teilzunehmen!

Ausgeschlossen sind Fachkräfte, die bereits unter Quarantäne stehen, die Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person hatten, Reiserückkehrer:innen aus Risikogebieten und Personen, die bereits Symptome haben.

Für diese Personen gilt jeweils das Verfahren, welches durch das Gesundheitsamt angeordnet wurde. Bei auftretenden Symptomen ist weiterhin der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 oder der Hausarzt einzuschalten.

(zuletzt geändert am 26.08.2020)

Anmeldeprozess

Der Träger/die Leitung meldet die Fachkräfte ausschließlich über das Online-Tool der Sozialbehörde an. Dies ist der einzige Weg der Anmeldung! Andere Formen, wie eine einfache Mail, werden nicht berücksichtig! Bei der Anmeldung können bis zu zehn Personen erfasst werden. Zur Testung stehen von Montag bis Freitag fünf und am Wochenende drei Zeitslots zur Verfügung. Die Anmeldung kann kurzfristig bis zu einer Stunde vor der Testung erfolgen. Pro angemeldeter Person gibt es ein Ticket mit einem QR Code sowie eine Terminbestätigung an die Kita-Mailadresse.
Das Ticket mit dem QR Code, den Personalausweis, die Krankenkassenkarte sowie einen eigenen Stift muss die zu testende Person zur Testung mitbringen.

(zuletzt geändert am 19.03.2021)

Testung

Die Testung findet im Brekelbaums Park 6 im Bezirk Hamburg-Mitte statt.

Vor Ort unterschreibt die Fachkraft eine Datenschutzerklärung und gibt damit ihr Einverständnis, dass die Testergebnisse an die Sozialbehörde, den Kita-Träger und das zuständige Gesundheitsamt übermittelt werden.

(zuletzt geändert am 19.03.2021)

Informationen über das Ergebnis

Nach der Testung bekommst du einen persönlichen QR Code, mit dem du das Testergebnis abfragen kannst.
Bei einem positiven Testergebnis wirst du innerhalb 24 Stunden vom Gesundheitsamt kontaktiert.

Bekommst du also innerhalb von 24 Stunden keine Rückmeldung, kannst du davon ausgehen, dass der Test negativ war.

(zuletzt geändert am 19.03.2021)

Kita-Alltag:

Anweisenheitsdokumentation

Zur Vorbereitung auf einen Infektionsfall in der Kita und eine schnelle Nachverfolgung möglicher Infektionsketten ist es wichtig, dass du täglich die Anwesenheiten der Personen, die die Kita betreten haben, führst.

(zuletzt geändert am 26.08.2020)

Externe

Die Anzahl Externer, die die Kita betreten, soll auf das möglichste Minimum reduziert werden. Wir empfehlen, derzeit das Angebot externer pädagogischer Fachkräfte wieder einzuschränken und möglichst darauf zu verzichten. Ausgenommen davon sind selbstverständlich externe TherapeutInnen. Andere Externe, wie Handwerker o.ä., sollen möglichst außerhalb der Schließzeiten kommen.

Weiterhin gilt: Externe, die die Kita betreten müssen, haben während ihres Aufenthaltes eine Mund-Nasen-Maske zu tragen und auf ausreichende Abstände zu achten!

(zuletzt geändert am 12.11.2020)

Fortbildungen

Fortbildungen sind unter den geltenden Hygienebestimmungen wieder möglich. Da dahinter oft ein erheblicher Aufwand steckt, informiere dich bei den Veranstaltern, ob und unter welchen Voraussetzungen deine Fortbildungen stattfinden.

(zuletzt geändert am 26.08.2020)

Ausflüge und Feste

Tagesausflüge in die nähere Umgebung und zu Spielplätzen sind grundsätzlich möglich. Versucht dabei auf die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zu verzichten.
Private und öffentliche Sportanlage dürfen derzeit nicht genutzt werden.

Ausflüge mit Übernachtungen sind durch die neue Eindämmungsverordnung weiterhin untersagt. Auch Übernachtungen in der Kita dürfen aktuell nicht stattfinden.

Gruppenübergreifende Feste mit Eltern und Externen sind verboten. Empfohlen werden gruppeninterne Feste
mit den jeweiligen Kindern und Bezugserzieher:innen.

(zuletzt geändert am 04.11.2020)

Auszubildende und Praktikant:innen

Auszubildende, die sich in der schulischen Ausbildung zur/zum SPA oder Erzieher:in befinden, sollen die regulären Praktika in den Kitas ermöglicht werden, damit sie ihre Ausbildung absolvieren können. Sie werden wie interne Mitarbeiter:innen behandelt.

Praktika, die im Rahmen des Orientierungspraktikums der allgemeinbildenden Schulen stattfindet, dürfen zur Zeit nicht in der Kita angeboten und durchgeführt werden.

(zuletzt geändert am 20.01.2021)

Elternarbeit

Die Elternarbeit soll grundsätzlich weiterhin stattfinden!

Entwicklungsgespräche
Entwicklungsgespräche sind mit Mindestabstand und Mund-Nasen-Bedeckung oder telefonisch weiterhin möglich.

Elternabende
Ein Elternabend in gewohnter Form ist derzeit nicht gestattet. Weicht hierbei gerne auf digitale Alternativen aus, um die Elternarbeit weiterhin gewährleisten zu können.

(zuletzt geändert am 05.11.2020)

Finanzierung:

Gutscheinweiterbewilligung bei Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit

Wenn Eltern in Kurzarbeit gehen mussten oder arbeitslos geworden sind oder werden, wird der gewohnte Gutscheinumfang für zwölf Monate weiterbewilligt.

Die Veränderung muss jedoch trotzdem der zuständigen Abteilung Kindertagesbetreuung im Bezirksamt gemeldet werden. Diese kann auch eine Neuberechnung des Familieneigenanteils durchführen, sodass Familien, deren Einkommenssituations sich verändert hat, einen geringen FEA tragen müssen.

Hinweis: Diese Regelung gilt unabhängig von Covid-19.

(zuletzt geändert am 26.08.2020)

Grundlagen

Fachanweisung Kindertagesbetreuung

Lohnerstattung nach Infektionsschutzgesetz

Im Fall einer angeordneten Quarantäne von Arbeitnehmer:innen kann eine Lohnerstattung nach §56 des Infektionsschutzgesetzes beantragt werden.

Die Beantragung erfolgt über ein Serviceportal der Stadt für jede:n Arbeitnehmer:in einzeln und muss durch den/die Arbeitgeber:in durchgeführt werden. Ein Antrag ist bis spätestens 12 Monate nach der angeordneten Quarantäne möglich. Zur Vereinfachung kann im Serviceportal eine Firmenregistrierung erfolgen, über das auch zukünftige Anträge gestellt werden können.

Eine Erstattung ist ausgeschlossen, wenn die Quarantäne aufgrund einer Reise in ein Risikogebiet gilt. Ein solches Risiko geht zu Lasten der jeweiligen Person und eine Regelung zum Umgang in Bezug auf die Lohnfortzahlung muss individuell getroffen werden. In einem solchen Fall steht Kindermitte dir gerne beratend zur Seite.

Hier findest du ein Merkblatt mit weiteren Fragen zu dem Verfahren.

Hinweis: Bevor du einen Antrag stellst, kontaktiere bitte das Team von Kindermitte unter info@kindermitte.org, um die Anspruchsvoraussetzungen zu klären. Den Antrag kannst du danach direkt hier stellen.

(zuletzt geändert am 30.10.2020)

Kinderkrankengeld

Gesetzlich Versicherte haben gemäß §45 SGB V einen Anspruch auf Krankengeld bei Erkrankung des Kindes. Dieser umfasst jährlich 10 Arbeitstage pro Kind und Elternteil (jedoch höchstens 25), bei Alleinerziehenden 20 Arbeitstage pro Kind (jedoch höchstens 50).

2021
2021 bekommen gesetzlich Versicherte pro Kind 20 zusätzliche Kinderkrankentage. Alleinerziehende erhalten 40 zusätzliche Tage pro Kind. Somit stehen pro Kind und Elternteil insgesamt 30 Tage zur Verfügung, bei Alleinerziehenden 60 Tage pro Kind. Die max. Anzahl liegt bei 65 Tagen pro Elternteil, bzw. 130 Tagen bei Alleinerziehenden.
Die Kinderkrankentage können auch beantragt werden, wenn die Kita des Kindes aufgrund einer behördlichen Anordnung geschlossen wurde oder eine Empfehlung ausgesprochen wurde, das Kind zuhause zu betreuen.
Die wichtigsten Informationen zu den zusätzlichen Kinderkrankentagen haben wir euch hier zusammengefasst.

2020
Durch den Bund-Länder-Beschluss vom 27.08.2020 wurde dieser Anspruch im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes für 2020 um 5 Tage je Kind und Elternteil, bzw. 10 Tage je Kind bei Alleinerziehenden erhöht. Somit haben gesetzlich Versicherte einen Kinderkrankengeldanspruch in Höhe von 15 Tagen je Elternteil und Kind (höchstens 30 Tage), bzw. 30 Tagen (höchstens 60 Tage) je Kind bei Alleinerziehenden.

(zuletzt geändert am 12.05.2021)

Grundlagen

§45 SGB V
Bund-Länder-Beschluss 27.08.2020
FAQ Kinderkrankentage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend