Zukunft Erzieher: Was Jungs am Boys‘ Day über den Erzieherberuf wissen wollten

Männliche Erzieher? Super, dann haben wir in den Einrichtungen endlich mal jemanden, der mit den Jungs Fußball spielen kann, oder? Weit gefehlt. Zum diesjährigen Boys’ Day haben wir mit alten Klischees aufgeräumt und gezeigt, wie viel Professionalität, Anspruch und Freude wirklich in der Arbeit mit Kindern steckt. In einem 1,5-stündigen Online-Format haben wir 22 neugierige Jungs zwischen 11 und 16 Jahren begrüßt. Unser Ziel: Den Beruf des Erziehers abseits von Stereotypen greifbar zu machen. Und wer könnte das besser als zwei Kollegen, die diesen Weg bereits mit Erfolg gehen? 

Alle Fragen waren erlaubt 

In unserem „Ask me anything“ gab es keine Tabus. Die Fragen der Jungs waren so vielfältig wie der Alltag in unseren Kitas: 

  • „Wie viel verdient man eigentlich?“ 
  • „Was macht man in der Freizeit zum Ausgleich?“ 
  • „Wie läuft die Zusammenarbeit mit den Eltern ab?“ 

Unsere zwei Experten Martin und Nils standen Rede und Antwort – offen, ehrlich und auf Augenhöhe. Sie zeichneten ein Bild des Berufs, das nichts beschönigt, aber begeistert: Ein Job, der außergewöhnlich viel Freude bringt, aber auch volle Präsenz und hohe emotionale Kompetenz fordert. Man kann unglaublich viel bewirken, sollte aber auch bereit sein, sich viel mit einzubringen. 

Viel Raum für berufliche Weiterentwicklung 

Besonders spannend war der Blick auf die Entwicklungschancen. In der pädagogischen Arbeit in den Gruppen gilt es, sich stetig weiterzuentwickeln und seine Fachlichkeit zu schärfen. Doch neben der pädagogischen Arbeit gibt es für Erzieher:innen auch Aufstiegschancen. Einer unserer Experten leitet bereits erfolgreich selbst eine Einrichtung. Der andere hat kürzlich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und als Sozialunternehmer zusammen mit einer Kollegin einen eigenen Träger gegründet. Damit wurde klar: Der Erziehen:innenberuf ist eine hochprofessionelle Laufbahn. Es geht um pädagogische Kompetenz, Ambitionen und – bei uns von Kindermitte ganz besonders – um den Mut, Bildung aktiv mitzugestalten, für Erzieher genau wie für Erzieherinnen.  

Fazit: Man kann auf den Job als Erzieher stolz sein 

Der Boys’ Day hat uns eines gezeigt: Das Interesse bei jungen Männern ist da. Was ihnen jedoch oft fehlt, sind positive Vorbilder und ein Arbeitsumfeld, das sie bei Praktika und Co. nicht in die Rolle des „Fußballtrainers“ drängt, sondern sie vollumfänglich in der pädagogischen Arbeit willkommen heißt. Besonders für die pädagogische Arbeit in der Gruppe braucht es noch mehr Vorbilder. Das wollen wir angehen, denn wir bei Kindermitte sind überzeugt: Wir müssen den Mut haben, den Erzieherberuf als das zu benennen, was er ist – eine anspruchsvolle Profession, auf die man stolz sein kann.  

Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer und unsere engagierten Kollegen für diesen inspirierenden Austausch! Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal! 

 

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