Seit 2024 sind sie veröffentlicht, die Hamburger Bildungsleitlinien für die pädagogische Arbeit in Kitas. Untertitel: Perspektive Kind.
Der große Paradigmenwechsel vom Erwachsenenblick hin zur Kinderperspektive als Grundlage des pädagogischen Tuns hat damit Einzug genommen in alle Hamburger Einrichtungen der frühen Bildung.
Was ist „neu“?
Die überarbeiteten ehemals Bildungsempfehlungen haben neben einem neuen Bildungsverständnis auch einzelne Kapitel ergänzt. Im Pädagogischen Arbeiten kam der Dreiklang Erkunden-Handeln-Reflektieren als steter Begleiter in der pädagogischen Arbeit hinzu.
Die Bildungsbereiche wurden erweitert um die digitale Medienbildung und im Bereich ästhetische Bildung finden wir jetzt auch das kindliche Theaterspiel.
Der entscheidende neue Aspekt ist die Erhebung der Kinderperspektive. Dadurch sollen Entwicklungsfenster, Bildungsbedürfnisse und Lebensrealitäten von Kindern erkundet und gesehen werden.
Das Kapitel Kita als lernende Organisation nimmt erstmals auch die Träger in die Verantwortung, sich an Bildungsprozessen aktiv zu beteiligen.Die Rahmung der gesamten pädagogischen Arbeit bilden die vier Leitmotive:
Kinderrechte / Inklusion / BNE / Umgang mit Veränderungen und Herausforderungen.
Bausteine als methodischer Zugang zu den Leitlinien
Der Alltag in den Kitas lässt es nicht zu, dass sich jede Fachkraft durch die 134 Seiten arbeitet.
Um sicherzustellen, dass alle Hamburger Kitas nach den Bildungsleitlinien arbeiten, hat sich die Arbeitsgruppe „Hamburger Bildungsleitlinien“ (bestehend u.a. aus Vertreter:innen der unterschiedlichen Verbände) dazu entschlossen, Methoden zu entwickeln, welche die Zugänge erleichtern. Es handelt sich dabei um einzelne, nicht aufeinander aufbauende Methoden zu unterschiedlichen Kapiteln und Aspekten.
Diese Methoden werden fortlaufend weiterentwickelt und überprüft.
Bitte nutze zur Verwendung also immer diesen Link, so habt ihr die aktuelle Form der Bausteine vorliegen.
Kindermitte und die Hamburger Bildungsleitlinien
Kindermitte beteiligt sich seit 2022/23 aktiv an der Überarbeitung der Bildungsempfehlungen und war steter Teil der AG HHBL (Hamburger Bildungsleitlinien).
Von Anbeginn an war es uns das größte Anliegen, die Kinder und deren Perspektive als festen Bestandteil in pädagogisches Wirken zu verankern. Das ist uns gemeinsam mit den anderen Akteuren gelungen und wird kontinuierliche weitergeführt.
Von Anbeginn an war es uns das größte Anliegen, die Kinder und deren Perspektive als festen Bestandteil in pädagogisches Wirken zu verankern. Das ist uns gemeinsam mit den anderen Akteuren gelungen und wird kontinuierliche weitergeführt.
In unserem Team haben wir inzwischen eine Multiplikatorin für den Kinderperspektivenansatz, in unserem Qualitätsdialog ist die Kinderperspektive von Beginn an ein fester Bestandteil und auch die HHBL sind darin inzwischen eingearbeitet.
Auch bei der Gestaltung der Bausteine konnten wir eine Methode entwickeln und einbringen.
Wir haben uns dem Thema Inklusion gewidmet und ein Barrieren Bingo erstellt, denn Barrieren können erst abgebaut werden, wenn sie sichtbar sind:
- Wo genau findet Inklusion (nicht) statt?
- Wo treffen Haltung und Anspruch auf Wirklichkeit und Alltag?
- Wo braucht es Austausch im Team und wo finde ich zu den Fragen Antworten in den HHBL?
Wenn ihr die HHBL noch besser in eure pädagogische Arbeit integrieren möchtet und auf der Suche nach leichten Zugängen seid, sind die HHBL Bausteine genau das Richtige für euch. Schau sie dir an und probiere es aus!

