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05.11.20
Autor: Kira Stomberg
Kira Stomberg

Kontaktloses Keksebacken

Die Herbst- und Wintermonate verbinden wir mit einigen ganz besonderen Aktivitäten. Kekse backen, gemeinsame Filmabende oder Ausflüge durch bunte Blätterlandschaften mit der besten Freundin oder dem besten Freund. Doch wie können wir den Zauber dieser Aktivitäten in Zeiten von Corona beibehalten?

Der neue Alltag

Nicht nur für Kinder beginnt im Herbst und Winter eine der gemütlichsten Zeiten im Jahr. Es ist die Zeit, um gemeinsam zu basteln, zu backen oder sich in warme Decken einzukuscheln, während sich das Wetter draußen von seiner regnerischsten Seite zeigt. Die gemeinsame Interaktion und die Zeit, die mit den Kindern verbracht wird, sind sehr wertvoll für den Aufbau von sicheren Bindungen und vertrauensvollen Beziehungen. Sie schaffen ein Gefühl von Zusammenhalt und Miteinander.
Da Corona nun schon seit mehreren Monaten unser Alltagsleben prägt, ist die Zeit, die oft zusammen mit Freunden oder auch mit Oma und Opa verbracht wird, in diesem Jahr leider nur in begrenztem Maße möglich. Jetzt, wo in der kalten Jahreszeit die Infektionszahlen wieder steigen, kommt es auch wieder zu Einschränkungen, die ein Umdenken für gemeinschaftliche Aktivitäten erfordern.
Es kommt dabei häufig das Gefühl auf, dass wir auf die Besonderheiten der Herbst- und Winterzeit verzichten zu müssen. Doch das wohlige Gefühl, das uns bei den verschiedenen Aktivitäten umgibt, kann vielleicht auch auf eine neue Art und Weise hervorgebracht werden.

Gemeinsam durch die Herbst- und Winterzeit

Mit ein wenig Kreativität und Aufgeschlossenheit für Neues, besteht auch in der diesjährigen kalten Jahreszeit die Möglichkeit für gemeinsame Aktivitäten mit Freunden und Familie, auch wenn der direkte Kontakt dabei nicht möglich ist.

1. Veranstaltung eines Kekswettbewerbs: Jeder, der mitmachen will, sucht ein Rezept der Wahl heraus und wandelt die Küche in eine Backstube um. Die fertig gebackenen Kekse werden per Post verschickt, damit alle Teilnehmer*innen ihren Lieblingskeks küren können. Sollten die Kekse von Oma und Opa am besten schmecken, können sie über eine Webcam mitbacken und geheime Zutaten verraten.
2. Erstellen eines Fotorätsels: Bei einem Spaziergang zu einem besonderen Ort werden von den Kindern Fotos gemacht, die an all diejenigen verschickt werden, die gemeinsame Zeit mit diesem Ort verbinden. Wer findet wohl am schnellsten heraus, wo das Foto gemacht wurde?
3. Starten eines digitalen Spielenachmittags: Nicht nur Kinder lieben Gesellschaftsspiele und wer spielt an verregneten Sonntagen nicht gerne eine Runde UNO oder Memory? Die Auswahl an Brett- und Kartenspielen ist riesengroß und viele davon lassen sich auch digital über die Webcam mit Freunden und Verwandten spielen. Dafür benötigt man ein Spielbrett mit den dazugehörigen Figuren und ein Stativ oder eine improvisierte Halterung, um die Kamera auf das Spielbrett zu richten. Auf diese Weise können alle sehen, was passiert und wo die eigenen Figuren stehen. Diejenigen, die nicht im Raum sitzen brauchen gegebenfalls einen Würfel, um Anweisungen geben zu können, welche Figur gesetzt werden soll.

Aktionen wie diese helfen Kindern und auch Erwachsenen in diesen herausfordernden Zeiten in Beziehung zu bleiben und auch, wenn man örtlich voneinander getrennt ist, das wichtige Gefühl von Zugehörigkeit zu empfinden.

Das Gemeinschaftsgefühl aufrechterhalten

Die Corona-Pandemie hat unser Zusammenleben verändert und wir sind deshalb angewiesen kreativ zu werden, um das Gefühl von Zusammenhalt, gerade auch in der jetzigen Situation aufrecht zu erhalten. Besonders für Kinder ist es wichtig, dass wir Hoffnung und Optimismus bewahren und zeigen, dass wir füreinander da sind - auch in schwierigen Zeiten.
Schon der erste Lockdown hat gezeigt, dass es oft Kleinigkeiten sind, die die Gemeinschaft stärken.

Auch wenn die persönlichen Kontakte nur eingeschränkt stattfinden sollten, gibt es Möglichkeiten, einander Unterstützung zu geben und Hilfsbereitschaft zu zeigen. Im digitalen Zeitalter profitieren wir von Videotelefonie oder soziale Medien. Aber auch klassische Wege wie gegenseitiges Briefeschreiben oder das Verschicken der gemalten Bilder oder gebastelten Kunstwerke, können dabei helfen, Verbundenheit zu gestalten und Nähe zu vermitteln, auch wenn sie nicht unmittelbar sein kann.

Das sind meine Ideen, um auch in diesen Zeiten gemeinsam Neues zu erleben und in Beziehung zu bleiben.
Was sind eure Ideen für das kontaktlose Keksebacken? Wie bindet Ihr Eltern ein und welche Aktionen laufen bei euch in der Weihnachtszeit? Schreibt uns eure Ideen in den Kommentaren.

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